Wie Unternehmen das richtige E-Learning Autorenwerkzeug auswählen

Die Auswahl des richtigen E-Learning Autorentools ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen, die Lerninhalte intern erstellen wollen. Insbesondere international agierende Unternehmen müssen dabei zahlreiche Aspekte berücksichtigen, die über den reinen Funktionsumfang hinausgehen. Im Folgenden werden die wichtigsten Kriterien beleuchtet, die Entscheidungsträger bei der Auswahl eines E-Learning Autorentools berücksichtigen sollten.

  • Funktionsumfang
  • Aussehen der E-Learning Module
  • kollaborative Arbeitsprozesse
  • Wiederverwendbarkeit
  • Sprach- und Inhaltsvarianten
  • Protokollierung
  • Ausgabeformate
  • Informationssicherheit

Funktionsumfang und Anpassbarkeit

Ein zentrales Kriterium bei der Auswahl eines Autorenwerkzeugs ist der Funktionsumfang. Viele marktübliche Tools bieten eine breite Palette an Präsentations- und Interaktionsmöglichkeiten. Wichtige Details machen jedoch oft den Unterschied: Können Feedbacktexte individuell angepasst werden? Können Bilder und Videos über Hotspots oder Drag-and-Drop-Interaktionen eingebunden werden? Sind komplexe Formate wie 360°-Medien oder 3D-Objekte nutzbar?

Auch die Gestaltung der E-Learning-Module spielt eine wichtige Rolle. Unternehmen legen zunehmend Wert darauf, dass alle Gestaltungselemente wie Schriften, Farbpaletten, Logos und Navigationselemente vollständig an die Corporate Identity (CI) angepasst werden können. Wenn innerhalb eines Unternehmens verschiedene Marken- oder Abteilungsdesigns verwendet werden, ist es hilfreich, problemlos zwischen verschiedenen Layouts wechseln zu können, um Inhalte leichter wiederverwenden zu können.

Kooperative Erstellung und Teamarbeit

E-Learning-Inhalte werden in der Regel nicht von Einzelpersonen, sondern von Teams aus Fachexperten, Redakteuren und Designern erstellt. Ein Autorenwerkzeug, das kollaborative Arbeitsprozesse unterstützt, kann viel Zeit und Geld sparen. Idealerweise bietet das Werkzeug ein Rollen- und Rechtesystem sowie spezielle Benutzeroberflächen für Erstellungs-, Review- oder Übersetzungsaufgaben.

Wiederverwendbarkeit und Variantenverwaltung

Content-Management-Elemente erleichtern die Zusammenarbeit, indem sie das Auffinden von Inhalten und Medien oder die Verwaltung verschiedener Modulversionen ermöglichen. Bei mehrsprachigen Kursinhalten beschleunigt eine zentrale Verwaltung der Sprachversionen oder die Anbindung an externe Übersetzungssysteme den Lokalisierungsprozess erheblich.

Moderne Tools bieten neben klassischen folienbasierten Seitenformaten auch responsive Ausgabeformate für mobile Endgeräte an. Wichtig ist jedoch, dass unterschiedliche Formate aus demselben Tool heraus erstellt und bearbeitet werden können, um den Einarbeitungsaufwand zu minimieren und die Wiederverwendbarkeit der Inhalte zu maximieren.

Aufzeichnung und Interoperabilität

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Protokollierung von Lernprogrammen. Gängige Formate wie SCORM 1.2, SCORM 2004 und xAPI ermöglichen die Integration in verschiedene Lernplattformen. In der Praxis können jedoch kleinere Inkompatibilitäten auftreten. Das Autorenwerkzeug sollte daher Anpassungen ermöglichen, um eine reibungslose Interoperabilität zu gewährleisten.

Informationssicherheit

Informationssicherheit gewinnt bei der Erstellung von E-Learning zunehmend an Bedeutung, insbesondere wenn die Inhalte während der Produktion vertraulich sind. Bei Cloud-basierten Anwendungen sind Aspekte wie Serverstandort, Zertifizierungen und Geschäftsbedingungen zu beachten und alle notwendigen Datenschutz- und IT-Sicherheitsvereinbarungen mit dem Anbieter zu treffen. Auch bei Desktop-Anwendungen ist zu klären, ob und welche sensiblen Daten an den Anbieter übermittelt werden.

Unter Berücksichtigung dieser Auswahlkriterien steht einer erfolgreichen Inhouse-Produktion von E-Learning-Modulen nichts mehr im Wege.